Coronavirus

Corona-Update 19. August 2021

Liebe Superintendenten und Superintendentinnen,
liebe Brüder und Schwestern,

wie angekündigt erhalten Sie vorab das heutige CoronaUpdate, mit dem ein grundlegender Wechsel erfolgt. Der Corona-Stab der Landeskirche hat sich nach Abwägung aller Aspekte dazu entschieden, die mit der 3G-Regel einhergehenden Möglichkeiten und Freiheiten zu nutzen – zumal inzwischen jede und jeder die Chance zu Impfung oder Testung hat. 


CoronaUpdate zur Gestaltung kirchlichen Lebens


In Nordrhein-Westfalen ergeben sich ab Freitag, 20. August, neue Möglichkeiten für das gesellschaftliche und das kirchliche Leben. Ab diesem Zeitpunkt ist nur noch der Inzidenzwert 35 maßgeblich für den Schutz vor dem Coronavirus. Die bisherigen Inzidenzstufen von 0 bis 3 werden mit der neuen Coronaschutzverordnung abgeschafft. 

Grundsätzlich gilt ab einer Inzidenz von 35 die 3G-Regel, die für Geimpfte und Genesene in vielen Bereichen eine Rückkehr zur Normalität bedeutet. Alle anderen müssen dann einen negativen Test vorlegen, damit ihnen dieselben Einrichtungen und Angebote offenstehen.

Angesichts der fortgeschrittenen Immunisierung der Bevölkerung ist es das erklärte Ziel der neuen Corona-Schutzverordnung, "Rahmenbedingungen für das öffentliche und private Leben zu setzen, die vor allem geimpften und genesenen Personen wieder eine weitgehend uneingeschränkte Nutzung von gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen und sportlichen Angeboten und Einrichtungen ermöglichen und so eine größtmögliche Normalisierung aller sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebensbereiche ermöglichen“.

Dabei werden zur Bewertung des Infektionsgeschehens künftig nicht länger nur Inzidenzwerte herangezogen. Vielmehr dienen zur Bewertung der Lage ergänzend zur Zahl der Neuinfektionen die Zahl der Krankenhausaufnahmen, der Anteil der intensivpflichtigen COVID-19-Fälle an der Intensivbettenkapazität, die Zahl der Todesfälle, die Altersstruktur der Infizierten, die Entwicklung des R-Wertes sowie der Grad der Immunisierung der Bevölkerung.

Für das kirchliche Leben bedeutet der Wechsel von den Inzidenzstufen zur 3G-Regel, dass auch bei einer Inzidenz über 35 vieles wieder möglich ist: Gottesdienste ohne Beschränkung der Platzzahl und ohne Mindestabstand, Verzicht auf Masken und Kontaktdatenerfassung. Ein lebendiges Gemeindeleben - trotz vielerorts steigender Infektionszahlen. Vor diesem Hintergrund und zum Schutz nicht immunisierter Menschen, zum Beispiel von Kindern und Jugendlichen, hält die westfälische Landeskirche es für sinnvoll, die 3G-Regel auch auf Gottesdienste in Innenräumen anzuwenden. Die neue Normalität, die jetzt in vielen Bereichen des Alltags gilt, soll auch in Kirchen und Gemeindehäusern Einzug halten.

Viele der Besucherinnen und Besucher in den Gottesdiensten sind bereits immunisiert, Kinder- und Jugendliche erfüllen bereits durch die regelmäßigen Tests in Schulen die Anforderungen von 3G. Allen anderen ist mit einem Negativtest die Teilnahme möglich. Sollte das im Einzelfall eine zu große Hürde sein, bleibt es den Gemeinden überlassen, alternativ oder zusätzlich Angebote zu Gottesdienst und Gebet zu machen, die sich an dem bis zum 19.08.2021 gültigen Schutzkonzept für Präsenzgottesdienste mit Abstand und Maskenpflicht orientieren.

Sofern die erforderlichen Tests für diejenigen, die grundsätzlich geimpft werden könnten, kostenpflichtig werden, könnte den Betroffenen im Blick auf die Teilnahme an Gottesdiensten die Übernahme der Kosten (etwa aus Diakoniemitteln der Kirchengemeinde) angeboten werden. Entscheidungen dazu treffen die zuständigen Presbyterien oder Leitungsorgane.

Eine Sonderregelung gibt es in der neuen CoronaSchVO in § 3 Absatz 13 zur Maskenpflicht bei Gesang: Beim gemeinsamen Singen darf die Maske nur abgenommen werden, wenn nur immunisierte oder getestete Personen teilnehmen, wobei abweichend von § 2 Absatz 8 Satz 2 ein PCR-Test erforderlich ist.


Grundsätzliches

Mit Wirkung zum 20. August 2021 tritt eine neue Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) mit einer Anlage zu Hygiene- und Infektionsschutzregeln in Kraft, die ihre Maßgaben zum Infektionsschutz neu ausrichtet. Es gilt:

1. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften orientieren sich bei den von ihnen aufzustellenden Regelungen für Gottesdienste und andere Versammlungen zur Religionsausübung an den entsprechenden Regelungen der CoronaSchVO.

2. Sie berücksichtigen dabei insbesondere die Grundgedanken der Schutzkonzepte dieser Verordnung.

3. Kreise und Städte können auch für den kirchlichen Bereich Regelungen zum Infektionsschutz erlassen, die über die Vorschriften der CoronaSchVO hinaus gehen (§5 Abs. 2).

4. Die neuen Regeln ermöglichen mehr eigenverantwortliches Handeln. Zugleich ist „jede in die Grundregeln des Infektionsschutzes einsichtsfähige Person“ verpflichtet, sich so zu verhalten, dass sie sich und andere keinen unangemessenen Infektionsgefahren aussetzt.

Gemäß den gemeinsamen Beschlüssen der Bund-Länder-Beratungen enthält die Coronaschutzverordnung mit neuer Systematik keine Maßnahmenstufen mehr, sondern knüpft lediglich das Einsetzen der 3G-Regel an eine Inzidenz von 35 oder mehr (§ 4 Absatz 2 CoronaSchVO). Beschränkungen gelten generell nur noch, wenn der Inzidenzwert in einer Kommune und/oder landesweit über 35 liegt.

Aktuell bedeutet das für NRW, dass auch in Städten und Gemeinden mit niedriger Inzidenz unter 35 die verschärften Regeln gelten, weil der landesweite Wert über 35 liegt.

Die Beschränkungen entfallen wieder, wenn nach den Feststellungen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen an fünf Tagen hintereinander unter dem Wert von 35 liegt.

Gottesdienste in geschlossenen Räumen
Bei einer Inzidenz über 35:
- Nachweis der Immunisierung oder Negativtest (nicht älter als 48 Stunden) erforderlich
- für Kinder bis zum Schuleintritt kein Test erforderlich
- schulpflichtige Kinder und Jugendliche gelten als getestete Personen
- kein Mindestabstand, keine Maskenpflicht
- keine Rückverfolgung der Kontaktdaten
- die zuständige Gemeinde regelt einmalig, z.B. in einem Beschluss des Presbyteriums, wie die Einhaltung der 3G-Regel am Eingang überprüft wird
- Wenn Menschen ohne PCR-Test, aber mit Schnelltest am Gottesdienst teilnehmen, werden diese gebeten, nicht mitzusingen. Alternativ kann die gesamte Gemeinde mit Maske singen.

Freiluftgottesdienste
Ab 2500 Personen und bei einer Inzidenz über 35 gilt neben der 3G-Regel eine Maskenpflicht (medizinische Maske) für Großveranstaltungen im Freien.

Trauerfeiern
Bei gottesdienstlichen Trauerfeiern gelten die Regelungen wie bei anderen Gottesdiensten.

Offene Kirche
Für das Angebot der Offenen Kirche greift die 3G-Regel nicht. Für Besucherinnen und Besucher gilt die Maskenpflicht (medizinische Maske) in Innenräumen.

Kirchenmusik
Bei Inzidenz über 35:
- Immunisierungsnachweis oder Negativtest, bei Gesang als PCR-Test, erforderlich
- keine feste Begrenzung der Teilnehmendenzahl, sondern verantwortliche Anpassung an die Raumgröße
- regelmäßiges Lüften

Konfimandenarbeit
- im Rahmen des Schulbesuchs erbrachte Tests ausreichend
- bei maximal 20 Personen keine Maskenpflicht im Innenraum

Kinder- und Jugendarbeit
- im Rahmen des Schulbesuchs erbrachte Tests ausreichend
- bei maximal 20 Personen keine Maskenpflicht im Innenraum

Veranstaltungen/Sitzungen/Bildungsangebote/Gruppen und Kreise
Bei Inzidenz unter 35:
Verzicht auf medizinische Masken möglich, wenn in Bildungseinrichtungen und Kultureinrichtungen sowie bei Veranstaltungen und Versammlungen, Tagungen, Messen und Kongressen an festen Sitz- oder Stehplätzen, wenn entweder die Plätze einen Mindestabstand von 1,5 Metern haben oder alle Personen immunisiert oder getestet sind
Ab Inzidenz 35:
- generelle 3G-Regel in Innenräumen
- 3G-Regel und Maskenpflicht für Großveranstaltungen im Freien (ab 2500 Personen)
- regelmäßiges Lüften und der Raumgröße angepasstes Verhalten


Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales veröffentlicht für die Kreise und kreisfreien Städte die dort jeweils geltenden Inzidenzwerte sowie die für das Land geltende Inzidenzstufe täglich täglich aktuell unter www.mags.nrw.

CoronaUpdate 4. Juni

Update der Landeskirche zur Gestaltung des kirchlichen Lebens (hier)

Corona-Update für Posaunenchöre Stand 25.Mai 2021

Mit der aktuellen Novellierung der Coronaschutzverordnung des Landes NRW gibt es unsererseits neue Empfehlungen für unsere Bläserarbeit in der EKvW:

a) Mitwirkung in Gottesdiensten

    Die musikalische Gestaltung von Präsenzgottesdiensten in geschlossenen Räumen und im Freien sowie von Gottesdiensten als Stream und als Aufzeichnung, ist unter Einhaltung der unter Punkt f) genannten Abstands- und Hygieneregeln zurzeit erlaubt. Hier verweisen wir natürlich auch auf die Regelungen in den Kirchenkreisen und empfehlen, auch wenn die EKvW keine Chorgröße vorschreibt, weiterhin ein kleines Ensemble (Doppelquartett). Eine Testpflicht für Gottesdienstbesucher bzw. Mitwirkende besteht zurzeit nicht.

     Eine Probe mit den Mitwirkenden für einen bestimmten Gottesdienst und ausschließlich mit dem dafür vorgesehenen Repertoire muss nicht direkt vor dem Gottesdienst stattfinden. Sieist auch an einem anderen Tag möglich.

    Die Teilnahme an einer Probe für den Gottesdienst ist nur mit einem bestätigten negativen Schnelltest und der sichergestellten einfachen Rückverfolgbarkeit* allerTeilnehmenden möglich (vgl. Punkt b Proben).

 

b) Proben (Posaunenchöre / Kirchenchöre)

    Proben von Posaunenchören sind IM FREIEN bei einem Inzidenzwert (7-Tage-Inzidenz) stabil für fünf aufeinanderfolgende Tage unter dem Wert von 100 mit einem bestätigten negativen Schnelltest und der sichergestellten einfachen Rückverfolgbarkeit* aller Teilnehmenden wieder möglich.

    Liegt der Inzidenzwert (7-Tage-Inzidenz) stabil für fünf aufeinanderfolgende Tage unter dem Wert von 50, können Proben auch in Innenräumen mit bestätigtem negativen Schnelltest und der sichergestellten einfachen Rückverfolgbarkeit* der Teilnehmenden wieder stattfinden. Die Feststellung für einen stabilen Inzidenzwert unter 50 wird durch dieAllgemeinverfügung der jeweiligen Städte/Landkreise vorgenommen.

    Bei Proben im Freien und in Innenräumen sind weiterhin die unter Punkt f) genannten Abstands- und Hygieneregeln zu beachten.

    Es werden nur Corona-Schnelltests einer öffentlich anerkannten Corona-Teststation akzeptiert. Schul- und Arbeitgebertests oder Schnelltest für Zuhause reichen nichtaus. Die Tests dürfen maximal 24 Stunden alt sein.

 

c) Konzerte und Aufführungen

    Konzerte und Aufführungen sind NUR im Freien mit max. 500 Zuhörer*innen mit bestätigtem negativen Schnelltest und der sichergestellten besonderen Rückverfolgbarkeit erlaubt. Für die mitwirkenden Chöre und Musiker/innen gelten die unter Punkt f) genannten Abstands- und Hygieneregeln.

    Liegt der Inzidenzwert (7-Tage-Inzidenz) stabil für fünf aufeinanderfolgende Tage unter dem Wert von 50 können Konzerte und Aufführungen auch in Innenräumen mit Zuhörer*innen mit bestätigtem negativen Schnelltest und der sichergestellten besonderen Rückverfolgbarkeit* wieder stattfinden. Die Feststellung für einen stabilen Inzidenzwert unter 50 wird durch die Allgemeinverfügung der Städte/Landkreise vorgenommen.

 

d) Unterricht von Jungbläser*innen

    Der musikalische Unterricht kann als Einzelunterricht und Gruppenunterricht bis max. 5 Personen in Innenräumen / bis max. 20 Personen im Freien (plus Ausbilderin/Ausbilder, Chorleiterin/Chorleiter) für Teilnehmende bis zum Alter von einschließlich 18 Jahren weiterhin in Präsenz stattfinden. Dabei sind die unter Punkt f) genannten Abstands- undHygieneregeln zu beachten.

    Der musikalische Unterricht in Präsenz für Teilnehmende ab 19 Jahren darf NUR IM FREIEN stattfinden. Dabei sind die unter Punkt f) genannten Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. Einzelunterricht ab 19 Jahren in Innenräumen, auch in Kirchen, ist derzeit nicht gestattet.

    Eine Teilnahme am musikalischen Unterricht ist ohne Test möglich.

 

e) Kurrende- und Ständchen-Einsätze von Posaunenchören im   Freien

    Kurrende- und Ständchen-Einsätze von Posaunenchören IM FREIEN sind OHNE Rücksprache mit den Ordnungsämtern mit dem ganzen Posaunenchor möglich. Voraussetzung für dieAnzahl der mitspielenden Bläserinnen und Bläser sind die Platzverhältnisse vor Ort und die dortige Umsetzung der Abstands- und Hygieneregeln (siehe Punkt f). Ebenso ist esselbstverständlich, dass diese Einsätze sowohl mit dem eigenen Kirchenvorstand als auch bspw. mit den Leitungen der Pflege- und Altenheime hier hinsichtlich der dort geltendenHygieneregeln (Stichwort: Tragen von medizinischen Masken) abgestimmt werden. Bei den Einsätzen ist darauf zu achten, dass Menschenansammlungen vermieden werden.

 

f) Abstands- und HygieneregelnMit den gültigen Abstands- und Hygieneregeln bitten wir alle weiterhin verantwortungsvoll und sorgsam umzugehen und diese zu beachten. Folgende Abstands- und Hygieneregeln gelten füralle Chöre und Ensembles der Lippischen Landeskirche, die bei Gottesdiensten (Präsenz, Aufzeichnung oder Live-Streaming) oder bei Konzerten und Aufführungen (in Innenräumen bei Aufzeichnungen oder Live-Streaming oder im Freien) mitwirken bzw. diese in Kooperation mit oder im Auftrag einer Kirchengemeinde durchführen:

    Die Musikerinnen und Musiker halten einen Abstand von 2,00m zur Seite und einen Abstand von 4 m nach vorne zu anderen Musikerinnen und Musikern oder anwesenden Personen ein.

    Während der Probe für den Gottesdienst muss der Raum jeweils nach dreißig Minuten für zehn Minuten gelüftet werden.

    Alle Musikerinnen und Musiker tragen eine medizinische Maske (FFP2-Maske oder OPMaske) auch am Sitzplatz, die nur beim Singen oder Spielen abgenommen werden darf.

    Die Dokumentation zur einfachen Rückverfolgung* aller teilnehmenden Personen erfolgt schriftlich, wird für vier Wochen aufbewahrt und anschließend datenschutzkonform vernichtet.

g) Bei allen Begrenzungen von Teilnehmendenzahlen werden Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt. Geimpfte benötigen den Nachweis einer vollständigen Impfung, wobei die zweite Impfung mindestens zwei Wochen zurückliegen muss. Genesene benötigen einen vom Labor bestätigten Nachweis einer Infektion, der mind. vier Wochen und max. sechs Monate alt sein darf. Sollte ein bestätigter, negativer Schnell- oder Selbsttest erforderlich sein, gilt diese Testpflicht für alle beteiligten Personen, also auch für die Chorleiter*innen. Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Testpflicht ausgenommen.

Darüber hinaus gelten die Regeln des Corona-Schutzkonzeptes der jeweiligen Gemeinde.

·       Hier kann auch die LUCA-App Verwendung finden.

Corona hat uns weiter im Griff

Zwei Entscheidungen sind aufgrund der Coronalage gefallen:

 

  1. Das geplante Seminar für Posaunenchorleitung vom 01.-04.07.2021 in Zusammenarbeit mit dem CVJM-Westbund im Matthias-Claudius-Haus in Eversberg ist abgesagt.
  2. Die geplante Bläser-Familien-Freizeit vom 24.07.-07.08. in Mittersill (Österreich) in Zusammenarbeit mit dem Posaunendienst in der Lippischen Landeskirche  ist abgesagt.

Ein Termin in den Sommerferien 2023 wird avisiert und zu gegebener Zeit veröffentlicht.

Beide Veranstaltungen sind auch nicht offiziell ausgeschrieben, aber in einem 2020-Rundschreiben mal genannt worden.

Wir hoffen auf Euer/Ihr Verständnis und auf eine baldige Änderung der Lage.