Jahreslosung 2020

Serenade Kirchentag 2020

Liebe Schwestern und Brüder!

„Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

Der Schrei eines uns heute unbekannten Mannes, bildet den Jahresspruch für das Jahr 2020, mit dem ich Euch alle zu Beginn des neuen Jahres herzlich grüße. Ein Schrei als Jahresspruch? Ist das angemessen, geht das überhaupt? Und was bedeutet dieser Schrei eigentlich? In Anbetracht der vielen Sorgen und Probleme in dieser Welt, angefangen bei der  großen Klimadiskussion, bei der man mehr redet als handelt bis hin zu den bedrohenden politischen Veränderungen in unserem Land, wo rechtsradikale Gruppen im Vormarsch sind und alte Zeiten, in denen der Teufel auf die Erde, in unser Land, geworfen wurde, wieder wach werden, kann dieser Schrei auch mein Schrei werden am Ende eines turbulenten Jahres und an der Schwelle zu einer neuen Zeit, bei der keiner weiß, was kommen mag. Das Jahr ist noch jung und schon haben wir eine neue Epedemie, die uns ins Haus steht. Alles wird zur Zeit durch den  Corona Virus bestimmt, der sich rasend schnell ausbreitet und die ganze Welt in seinen Fängen zu halten scheint. Ja, da scheint der Schrei dieses Menschen aus der Bibel durchaus auch unser Schrei zu sein.   Auf der anderen Seite ist dieser Schrei ein Festhalten an dem, der einzig und allein noch helfen kann. Das gilt für den Vater des besessenen Sohnes aus der Geschichte, aus der dieser Vers entnommen ist, aber auch für uns, die wir uns selber nicht mehr zu helfen wissen, wie es zur Zeit scheint. In unserer Geschichte wird der Schrei erhört. Jesus hilft dem Vater, in dem er den Jungen heilt. In Christus ist Gott einer von uns geworden. Er hat all die Schreie unserer Welt zu seinem Schrei gemacht.  Er kennt Angst, Hilflosigkeit und auch das Gefühl, verloren zu sein. Sein Schrei am Kreuz: „Warum hast du mich verlassen“ wird zum Ausdruck von Hoffnungslosigkeit vieler Menschen in dieser Welt. Doch das Kreuz hat am Ende nicht das letzte Wort, sondern das Leben, das alles überwindet, selbst den Tod,  Auch für uns ist er, dieser gekreuzigte und auferstandene Herr der letzte Ausweg, den wir haben. Und auch uns hat er versprochen, zu helfen und da zu sein. Er ist der Heiland, der unsere Welt und unser Leben heil machen kann und will. In Anbetracht der uns erdrückenden Probleme dürfen wir doch Hoffnung und Zuversicht haben,  nicht weil die Zeit am Ende doch alle Wunden heilt, das tut sie nicht immer, sondern weil wir einen Heiland haben, der den Tod überwunden hat.

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